Schlafapnoe

Was ist Schlafapnoe?

Nächtliches Schnarchen ist meist die Folge einer erworbenen oder angeborenen Verengung der oberen Atemwege. Sie erschwert im Schlaf das Luftholen – bei manchen Betroffenen so stark, dass es in der Nacht mehrfach zu Atemaussetzern und lebensbedrohlichem Sauerstoffmangel kommt. Man spricht dabei von einer Schlafapnoe (abgeleitet vom Griechischen Apnoia = Windstille). Starke Schnarcher haben deshalb ein stark erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Ihr Schlaf ist außerdem so schlecht, dass sie tagsüber unter chronischer Übermüdung und Leistungsschwäche leiden. Beobachtungen belegen, dass bei unbehandelten Be­troffenen mit einem Apnoe-Index über 20 pro Stunde über einen Zeitraum von 10 Jahren fast jeder zweite stirbt. Es ist handelt sich somit um eine absolut ernst zu nehmende Krankheit.

Die Atemwegsverengung kann grundsätzlich in allen Bereichen des Nasen-Rachen­raums liegen. Sie findet sich zum Beispiel oft im Bereich der Nase in Form einer gekrümmten Scheidewand oder einer vergrößerten Nasenmuschel. Bei den meisten Betroffenen liegt sie jedoch im Bereich des Gaumens, des Zäpfchens oder des Zungengrundes und kann sowohl durch eine Gewebeerschlaffung bedingt sein als auch durch eine Kieferfehlstellung. Oft liegen beide Befunde vor. Der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg kann die Ursachen und Zusammenhänge genau diagnostizieren und dementsprechend eine abgestufte, individualisierte Therapie anbieten. Dafür ist er durch seine fachliche Ausrichtung hoch qualifiziert.