3D-Diagnostik und -Planung

Seit Anfang der 1970er Jahre hat die Computertomographie Einzug in die klinische Diagnostik gehalten. Sie erlaubte erstmals nicht nur eine völlig überlagerungsfreie 3-dimensionale Diagnostik durch schichtweise Darstellung des gesamten Unter­suchungs­volumens, sondern auch eine differenzierte Visualisierung von Hart- und Weichgewebe im Kiefer- und Gesichtsbereich. Die CT wird in der MKG-Chirurgie primär eingesetzt zur Visualisierung und Beurteilung von

  • Bösartigen Tumoren im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich
  • Auffälligen Veränderungen wie Zysten, Form und Lageanomalien von Zähnen und deren Relation zu Nachbarstrukturen
  • Knochenveränderungen
  • Kieferhöhlenerkrankungen
  • Kiefergelenkerkrankungen
  • Speicheldrüsenerkrankungen
  • Entzündungen und Abszesse im Weichteilbereich
  • Zahn- und Kiefer-Gesichtstraumatologie
  • Implantologische Planung, Verlaufskontrolle und Komplikationsdiagnostik
  • Diagnostik und Operationsplanung bei komplexen Fehlbildungen

Seit etwa 10 Jahren steht mit der digitalen dentalen Volumentomographie (DVT) ein neues Darstellungsverfahren zur Verfügung, das im Hinblick auf die Diagnostik im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich prinzipiell die gleichen 3-dimensionalen Dar­stellungs­optionen wie die CT bietet, jedoch bezüglich der Strahlenbelastung des Patienten enorme Vorteile aufweist.

Da die DVT bestmögliche Voraussetzungen für die Hartgewebsdiagnostik im Mund-, Kiefer-, Gesichtsbereich aufweist, sich allerdings nur sehr eingeschränkt zur Weich­gewebsdiagnostik eignet, wird sie in der MKG-Chirurgie primär eingesetzt

  • bei der Fremdkörperlokalisation
  • in der Traumatologie
  • bei Kiefergelenkserkrankungen
  • bei der Diagnostik von knöchernen Tumoren
  • bei der Diagnostik knöcherner Veränderungen bei Kieferspalt- und Fehlbildungen
  • in der dentalen Implantologie