Diagnostik

Die Erkennung einer Parodontitis ist nicht immer einfach, da es sehr langsam fort­schreitende Formen ohne ausgeprägte Symptomatik gibt. Es ist daher sehr wichtig, dass Ihr Hauszahnarzt in der Erkennung und Unterscheidung der verschie­denen Parodontitis-Formen geschult und erfahren ist. Zu den regelmäßigen zahnärztlichen Kontrolluntersuchungen gehört daher auch immer das Fahnden nach vertieften Zahn­fleischtaschen durch eine spezielle, am Ende abgerundete Sonde.

Vor allem ist das Erkennen der aggressiven, schnell verlaufenden Formen der Parodontitis von großer Wichtigkeit, da es hier häufig auch trotz guter Mundhygiene schon bei jungen Leuten zu fortgeschrittenen Zahnfleisch- und Knochenverlusten kommen kann. Die Behandlung der aggressiven Form gehört in jedem Fall in die Hände eines Spezialisten. Die beteiligten Parodontitiskeime lassen sich heute durch einen einfachen Abstrich aus den Zahnfleischtaschen mit modernen Labortests genau identifizieren, so dass eine zielgerichtete Behandlung mit Antibiotika möglich ist.

Ebenso kann man durch einen schmerzlosen Abstrich aus der Wangeninnenseite das individuelle Parodontitis-Risiko bestimmen lassen. Es gibt nämlich Bereiche in dem genetischen Material jeder Körperzelle, die Hinweise darauf geben, wie stark der Kieferknochen auf entzündliche Reize durch Abbau reagiert.