Neue Schönheitsformel fürs perfekte Gesicht

Gesichtsalterungsprozesse und innovative OP-Methoden

„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Diese Frage lässt sich neuerdings anhand von Proportionen und geometrischen Gesetzen klar beantworten. Die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) definiert jetzt Maßstäbe fürs perfekte jugendliche Gesicht. Innovative, minimal-invasive OP-Methoden ermöglichen es heute immer einfacher und schonender, die Zeichen der Zeit zurückzudrehen.

Bei der ästhetischen Analyse des Gesichts unterteilen Spezialisten zwei Bereiche, nämlich einerseits die grundsätzlichen Proportionen des Gesichts auf Basis der knöchernen Strukturen und andererseits die Altersauswirkungen auf die Haut und das darunter liegende Gewebe. Zur Proportionsbetrachtung wird das Gesicht horizontal in drei gleiche Abschnitte eingeteilt: das obere Gesichtsdrittel (Stirn bis zu den Augenbrauen bzw. Nasenwurzel), das mittlere Gesichtsdrittel (bis zur Nasen­spitze) und das untere Drittel. Neben der Ausprägung der Nase als Bindeglied zwischen dem oberen und unteren Gesichtsdrittel sind weitere wichtige Kriterien unter anderem die Stellung von Kiefer und Stirn. Ein attraktives Gesicht zeichnet sich durch ein ausgewogenes Verhältnis der Gesichtsproportionen, also Nasengröße und Form und Stellung der Wangen- und Unterkieferknochen sowie zur Position des Unterkiefers bzw. Kinns aus. Computerstudien haben überdies gezeigt, dass eine größtmögliche Symmetrie beider Gesichtshälften als am ästhetisc hsten empfunden wird.

Zeitzeichen ins Gesicht geschrieben

Von der Geburt bis ins hohe Alter wandelt sich unser Gesicht vom noch relativ ungegliederten Äußeren des Säuglings bis zum eindrucksvollen, verwitterten Antlitz eines Hundertjährigen. Altern ist mit einem Volumenverlust sämtlicher Gesichts­gewebe sowie dem Elastizitätsverlust der Haut und des Gewebes verbunden.

Die jeweiligen Alterungsstadien weisen typische Kennzeichen auf:
Ab dem 20. Lebensjahr bilden sich feine Falten im Augenbereich, die so genannten Krähenfüße, die sich Anfang der Dreißiger vertiefen. Ab dem 30. Lebensjahr werden die Alterungserscheinungen noch offensichtlicher und unterscheiden sich durch typische Veränderungen für jede Gesichtsregion. Es entwickeln sich vertikale und horizontale Falten an der Nasenwurzel und quere Stirnfalten. Die langsame Gewebeerschlaffung der Weichteile beginnt ebenfalls in den frühen Dreißigern: die Augenbrauen sinken ab und lassen das Gesicht müde wirken. Die Nasenspitze erscheint länger. Das Wangenfett sinkt ebenfalls ab, die Nasolabialfalte vertieft sich und es kommt zur optischen Verlängerung des Unterlides, Bildung von Tränensäcken und Herabsinken des Oberlides. In der Mundregion werden die Unterkieferzähne sichtbar, die Lippen werden dünn und faltig, die Mundwinkel zeigen zunehmend nach unten, die Unterkieferkante verschwimmt. Und auch der Hals bekommt sein Fett weg: es kann sich ein leichtes Doppelkinn bis hin zum Truthahnhals bilden und die Platysmabänder treten optisch sichtbar heraus. Allgemein ist das junge Gesicht voll, breiter, rautenförmig mit geschwungenen Konturen, das alte Gesicht wirkt eher länger, flach mit rechteckigen Konturen.

Innovative Behandlungsmethoden für jedes Gesichtsdrittel

Die DGMKG-Mitglieder arbeiten tagtäglich penibel mit differenzierten und individuell abgestuften Therapien von der skelettverlagernden Operation, der Konturplastik und der Nasenkorrektur bis hin zu reinen Weichteilkorrekturen wie beispielsweise Lidkorrekturen oder Faltenbehandlungen. Erst die Beherrschung der berühmten MKG-Trilogie ‚Knochen – Weichteil – Haut gibt dem Gesicht einen natürlichen jugendlichen Ausdruck. Ein noch so perfekt geliftetes Gesicht wird beispielsweise nur als wirklich schön empfunden, wenn das Profil stimmt. Schöne Gesichter zeichnen sich durch ein so genanntes Vorgesicht aus, prominentes Beispiel: Angelina Jolie, deren Kinn und Mundpartie prägnant und im Profil der Stirn vorgelagert ist. Ein Rückgesicht, bei dem das Kinn klein ist und hinter dem Oberkiefer zurückliegt, wirkt eher unschön und wird mit zunehmendem Alter noch unattraktiver wahrgenommen. Die Optimierungslösung in diesem Fall: eine Kiefervorverlagerung. Schönheit individuell abgestimmt von innen aufbauen, statt uniform von außen künstlich glattziehen, ist daher das Credo der MKG-Chirurgie.

Gesichtsverjüngung: Neue, „unsichtbare“ Methoden.

Bei der Mittelgesichtshebung wird das Gewebe endoskopisch mit nur kleinen, später nicht sichtbaren Schnitten über der Schläfenregion repositioniert. Hierbei entstehen kaum Schwellungen oder Verfärbungen. „Unsichtbar in der Tat, unübersehbar in der Wirkung“, schwärmt Funk von dieser neuen Vorgehensweise. Und es geht mitunter noch einfacher: Fettgewebstransplantationen zur Profiloptimierung können inzwischen in nahezu allen Gesichtsregionen erfolgreich eingesetzt werden.

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